Capleton soll auf dem Ruhr Reggae Summer auftreten

Wie die Kampagne „U-Club dichtmachen!“ berichtet, soll auch der Dancehall-Artist Capleton auf dem Ruhr Reggae Summer in Mülheim auftreten.

Auf der Homepage des Festivals selber ist er nicht angekündigt. Aber auf zahlreichen anderen Reggae-Seiten wird ein Auftritt von Capleton auf dem Ruhr-Reggae-Summer angekündigt. Er spielte bereits Anfang des Monats auf dem Summerjam in der Nähe von Köln. Capleton singt unter anderem:

„Wenn du nicht auf Mädchen stehst, wird dein Kopf auf die Straße rollen.“
aus Pior Sadam

„Alle Schwulen und Lesben sollten getötet werden.“
aus Give Har

„Du solltest wisen, dass Capleton Arschficker verbrennt. Das selbe Feuer wird gegen Lesben angewand. Sag, ich verbrenne alle solange ich weiß, dass sie schwul sind.“
aus Give Har

„Verbrenn eine Tunte. Lass eine Tunte verbluten.“

Die Besprechung einer DVD mit Live-Auftritten von ihm ließt sich in einem Reggae-Magazin folgendermaßen: „(…) Die ständigen Battyboy und Chichiman Verbrennungen nerven einfach nur noch und stellen die eigentlichen Inhalte seiner Texte völlig in den Hintergrund. Als müsste er seine Hatelyrics in der Hauptstadt der Homosexualität doppelt so oft von sich geben um alles „Böse“ um ihn herum zu vernichten steigert sich Capleton im Verlauf des Konzerts immer weiter in simple und flache Klischees und Vorurteile rein. Ich will keine toten Schwulen in jedem zweiten Satz, ich will so ausgefeilte und intelligente Lyrics wie bei der Acapella Version von „Stay Far“/“Universal“, die für mich den Höhepunkt des Konzerts darstellt (…)“

In Interview begründet er seine Texte mit der Natur, die nur Heterosexualität vorsehe und der Bibel, die Homosexualität verbiete. Der Kampf gegen Homosexualität ist für ihn verbunden mit dem Kampf gegen Babylon. Denn ohne Babylon gäbe es laut Capleton keine Homosexualität auf Jamaika. Gegenüber anderen Interviewern sagte er: „Homosexuality is „against humanity. It´s against your mother, it´s against you father…““ Genau wie Sizzla singt er also nicht nur irgendwas daher, was die Leute hören wollen, sondern ist davon überzeugt eine Botschaft zu haben, die er mit seiner Musik verbreiten will.